Wie fördert man eine gesunde und ausgewogene Ernährung?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung versorgt unseren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen. Wenn wir Säfte pressen, gibt es jedoch einige Kriterien, die beim Einkauf von Lebensmitteln wichtig sind. Nicht alle Lebensmittel sind in Bezug auf Nährwert, Geschmack und Frische gleich, aber insbesondere in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Gesundheit. Tatsächlich können Pflanzenschutzmittel auf oder sogar in Lebensmitteln vorhanden sein.

Was sind diese Pflanzenschutzmittel?

Es handelt sich um chemische Substanzen, die entweder während des Anbaus oder nach der Ernte eingesetzt werden. Ziel ist es, die Kulturen vor schädlichen Auswirkungen von Insekten, Unkraut oder Pilzen zu schützen. Sie dienen auch dazu, die Erträge auf demselben Land zu erhalten oder zu steigern, weshalb sie praktisch überall eingesetzt werden.

Rückstände dieser Substanzen befinden sich auf den Pflanzen, die wir verzehren. Im Vergleich zu Obst ist die Kontaminationsrate bei Gemüse geringer, da Gemüse öfters in der Erde wächst und daher von der Erde geschützt ist. Dagegen sind Blattgemüse (Salat, Spinat usw.), Kräuter und das Gemüse, das botanisch als Obst gilt (Paprika, Tomaten usw.) anfälliger auf Pflanzenschutzmittel.

Gewürze, Obst und Gemüse aus Drittländern sind mehrheitlich stärker belastet als europäisches Obst und Gemüse. Dies lässt sich damit erklären, dass es schwieriger ist, genau zu wissen, wie Lebensmittel aus fernen Ländern behandelt werden und dass die entsprechenden Normen in der Regel weniger restriktiv sind.

Wie sieht es mit der Gesetzgebung aus?

Trotz des Verdachts, dass einige der verwendeten Chemikalien gesundheitsschädlich sind, wird ihr Einsatz damit gerechtfertigt, dass die Verbraucher nicht so hohen Dosen ausgesetzt würden, damit diese ein Risiko darstellen. Einige Stoffe sind karzinogen, andere mutagen, d.h. sie können die genetische Mutation von Organismen fördern. Andere wiederum sind reprotoxisch, d.h. sie können die Fruchtbarkeit oder die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen, oder sie sind endokrine Disruptoren, d.h. sie beeinträchtigen die Funktionen des Hormonsystems.

Um die Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) international anerkannte Rückstandshöchstmengen für Pestizide entwickelt. In Europa ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Gehalt an verbotenen Substanzen einen toxischen Schwellenwert nicht überschreiten darf. In der Schweiz unterliegen alle Pflanzenschutzmittel einer Regelung, die Höchstwerte in oder auf Lebensmitteln pflanzlichen oder tierischen Ursprungs festlegt.

Wenn es einen Grenzwert gibt, was ist dann das eigentliche Problem?

Der Grenzwert für die tolerierte Höchstmenge ändert nichts an der Tatsache, dass die Substanzen in diesen Produkten im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Darüber hinaus kann auch der Cocktail-Effekt der Moleküle, d.h. die Mischung, die durch den Verzehr von Rückständen verschiedener Pflanzenschutzmittel entsteht, zu unerwünschten gesundheitlichen Auswirkungen führen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel auf der Grundlage der durchschnittlichen Menge an Obst und Gemüse, die verzehrt wird, erarbeitet wurden. Regelmässiges Trinken von Säften bedeutet, dass der Konsum mengenmässig über dem Durchschnittskonsum liegt. Dadurch werden die von den Grenzwerten tolerierten Mengen überschritten. Deswegen ist es wieder einmal gerechtfertigt, die Auswirkungen dieser Pflanzenschutzmittel auf die Gesundheit in Frage zu stellen.

Darüber hinaus kann es vorkommen, dass diese Grenzwerte nicht eingehalten werden. Um diese Risiken zu begrenzen und um Spuren von Pestiziden in Lebensmitteln aufzuspüren, führen die Schweizer Kantone Tests durch. So haben sie 2017 in Produkten, die überwiegend aus Asien stammten, Pestizidspuren entdeckt, welche die zulässigen Grenzwerte überschritten.

Wenn ich mir darüber Sorgen mache, welche Alternativen gibt es?

Um Lebensmittel zu essen, die keine fragwürdigen / toxischen Pflanzenschutzmittel enthalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste und zeitaufwendigste ist der eigene Anbau mit organischen Düngemitteln und biologischen Pflanzenschutzmitteln wie Kupfer und Schwefel. Im gleichen Sinne kann man die fehlenden Produkte durch den Einkauf bei einem lokalen Landwirt ergänzen, dessen Behandlungen mit der Bio-Vision übereinstimmen, auch wenn er nicht zertifiziert ist. Letztendlich garantiert der Kauf von biologischen (bio) Produkten, dass die Produkte so natürlich wie möglich sind.

Was bedeutet biologische Landwirtschaft?

Die Grundprinzipien der biologischen Landwirtschaft sind in der Regel weltweit gleich. Sie arbeiten mit organischen, von Tieren produzierten Düngemitteln, mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln und streben eine sorgfältige und nachhaltige Nutzung der Ressourcen Boden, Wasser, Biodiversität usw. an. Die Verarbeitung soll so schonend wie möglich erfolgen und es werden keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) geduldet. Die Verordnung über den ökologischen Landbau erlässt strenge Richtlinien, die genau festlegen, nach welchen Grundsätzen Lebensmittel produziert, gelagert, vermarktet oder sogar importiert werden müssen. Ein System unabhängiger jährlicher Kontrollen begleitet den gesamten Prozess und garantiert, dass die Produkte als Bio-Produkte zertifiziert sind. Daher darf die Bezeichnung Bio nur für Produkte verwendet werden, welche die Bio-Verordnungen, d.h. die Gesetzestexte einhalten. Der grosse Unterschied zwischen Schweizer Bio und dem EU-Bio-Logo besteht darin, dass die Betriebe in der Europäischen Union nicht vollständig biologisch sein müssen, während dies in der Schweiz der Fall ist.

Warum sollte man sich für Bio entscheiden?

Mit der Wahl von Lebensmitteln in Bio-Qualität entscheiden sich die Verbraucherinnen und Verbraucher für das Vorsichtsprinzip und vermeiden langfristig noch unbekannte Risiken. Studien zeigen, dass Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren (wie sie z. B. in Nüssen und Samen vorkommen) aufweisen. Sie dienen dem Aufbau unserer Zellen und sind nützlich bei der Herstellung von Hormonen.

Ausserdem wird die biologische Vielfalt besser erhalten. Den Verbrauchern wird das Wohlergehen der Tiere und die Rückverfolgbarkeit des Produkts garantiert. Durch diese Rückverfolgbarkeit wird auch die Qualität gewährleistet. Die Menge an zugelassenen Zusatzstoffen ist in Bio-Produkten geringer als in herkömmlichen Produkten und Obst und Gemüse enthalten mehr Antioxidantien. Aus sozialer Sicht spielt Bio-Suisse eine wichtige Rolle, indem es ihnen ermöglicht, einen fairen Preis zu erhalten. Da sie ohne den Kauf von Düngemitteln und Pestiziden arbeiten, sind die Bäuerinnen und Bauern nicht von multinationalen Agrarkonzernen abhängig.

Was sind die Nachteile von Bio?

Bei der Produktion ist mehr Handarbeit erforderlich und die Verarbeitung ist komplexer, da die Bio-Anforderungen sehr streng sind. Die Kosten für Kontrolle und Zertifizierung verteuern die Bio-Produkte zusätzlich. Um die Natur und die Tiere besser zu respektieren, hat ausserdem der Verzicht auf die vom Siegel geforderte Ertragsmaximierung ihren Preis, was diese Produkte ebenfalls teurer macht. Ein weiterer Nachteil von Bioprodukten ist, dass sie in den Geschäften in der Minderheit sind und es an Vielfalt fehlen kann.

Biologischer Landbau und Biomarkt in der Schweiz

Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Bio-Markt von einem Nischensegment zu einem verbreiteten Markt entwickelt. Die Hauptmotive für den Kauf von Bioprodukten sind artgerechte Tierhaltung, geringere Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, umweltfreundliche Produktion, weniger Antibiotika und weniger chemische Düngemittel.

Hindernisse für den Kauf von Bio-Lebensmitteln in der Schweiz sind die geringe Verfügbarkeit in der Ausser-Haus-Verpflegung, ihr Preis, ihre Verpackung und Zweifel an der Bio-Kennzeichnung, die manchmal als irreführend angesehen werden kann.

Diese Preisunterschiede lassen sich begrenzen, indem man den kurzen Vertriebsweg fördert, d. h. bei der Produzentin oder dem Produzenten oder auf dem Markt einkauft.

Wie wähle ich die Lebensmittel, die ich konsumiere?

Wir spielen als Verbraucherinnen und Verbraucher eine Rolle, wenn es darum geht, Veränderungen im Umgang mit Pestiziden zu bewirken. Die Bevorzugung von regionalem und saisonalem Obst und Gemüse in Bio-Qualität senkt den Pestizidgehalt in unserem Körper und schon allein diese Tatsache zu kennen erleichtert, oder?

Und um gepresstes Obst und Gemüse zu geniessen, ist dies sogar noch wichtiger, da wir das Lebensmittel möglichst als Ganzes verwenden. Auf unserer Website finden Sie Rezeptideen wie auch unsere Auswahl an Entsaftern, die den besten Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Schweizer Markt haben.

Quellenangaben :

  1. OFAG: „Agriculture biologique et produits biologiques“
  2. Nachhaltig leben
  3. Organisation mondiale de la Santé
  4. BIOactualites.ch
  5. OFAG: „Bio“
  6. Bio-Suisse
  7. Que Choisir: „Pesticides à risques“
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